Verleihung bundesweiter Mittelstandspreis

Tirschenreuth. (mez) Bei einem Ehrenabend im Allianz Forum direkt am Brandenburger Tor in der Bundeshauptstadt Berlin wurden die beiden Geschäftsführer Paulus und Ludwig Mehler von der Tuchfabrik Gebrüder Mehler GmbH mit dem diesjährigen bundesweiten Mittelstandspreis in der Kategorie "Unternehmen" ausgezeichnet. Auf dem Siegerpodest standen neben den Gebrüdern Mehlern niemand geringerer als die CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt, sowie der deutsche Sachverständigenrat der Bundesrepublik Deutschland zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.


Der bundesweite Mittelstandspreis der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung wurde in den drei Kategorien "Unternehmen", "Gesellschaft" und "Politik" vergeben. Eine unabhängige Jury aus Vertretern von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien ehrte dabei Menschen und Institutionen, die einen besonderen Unternehmergeist präsentieren. Preisträger in der Kategorie "Unternehmen" wurde dieses Jahr die Tuchfabrik Mehler GmbH aus Tirschenreuth. Neben vielen Ehrengästen aus Wirtschaft und Politik wie beispielsweise Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt oder Wolfgang Clement als ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit war auch der Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion Tirschenreuth Leonhard Zintl unter den Gästen, der die Familie Mehler in Berlin begleitete.

Das Familienunternehmen Mehler ist seit über 350 Jahren der älteste Tuchhersteller Deutschlands. Das ist ohne mutiges und engagiertes Wirtschaften nicht zu schaffen und eine großartige Leistung, so die stellvertretende Vorsitzende der CSU-/CDU-Bundestagsfraktion MdB Gitta Connemann bei ihrer Laudatio. Die Tuchfabrik Mehler wurde im Jahr 1644 gegründet und wird mittlerweile in der elften Generation durch Paulus und Ludwig Mehler geführt. Sie ist zudem das 29. älteste Industrieunternehmen Deutschlands. Neben dem Standort Tirschenreuth expandierte das Unternehmen im Jahr 2005 durch den Kauf einer Streichgarnspinnerei in der Lausitz.

Das Unternehmen wird in elfter Generation von Paulus und Ludwig Mehler geführt. Die Jury beindruckte, mit welchem Gespür für neue unternehmerische Trends sich das Unternehmen an technologische Fortschritte anpassen und sich über viele Jahrhunderte hinweg als starkes Textilunternehmen etablieren konnte. So konnte der Umsatz auch während der Finanz- und Wirtschaftskrise kontinuierlich gesteigert werden. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 73 Mitarbeiter und ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb. Die gesamte Produktion findet in Deutschland statt, wobei man am Tirschenreuther Standort erst letzte Woche bei einem Festakt die Investition in ein neues Hochregallager feierte, zudem ebenso hohe Vertreter aus Politik und Wirtschaft sich die Türklinge in die Hand gaben und gratulierten.

Auch MU-Kreisvorsitzender Leonhard Zintl betonte, dass nicht nur die Region von der Tuchfabrik Mehler profitiert, sondern dieses auch über die Grenzen der Region Tirschenreuth bekannt ist. So lieferten die Gebrüder Mehler Stoffe für die Kostüme zum Hollywood-Film "Grand Budapest Hotel". Der Film wurde in neun Kategorien nominiert und erhielt insgesamt am Ende vier Oscars. Die Laudatorin an diesem Abend MdB Gitta Connemann ließ sich eigens hierzu ein Kleid mit Stoffen aus der Tuchfabrik Mehler schneidern, dass sie bei ihrer gut recherchierten Rede trug. Auch der ebenso anwesende Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion Dr. Carsten Linnemann betonte, dass der deutschen Mittelstandspreis besonders das vorbildliche Wirken von Personen ehrt, die wichtige gesellschaftspolitische Debatten im Einklang mit den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft anstoßen.

Die Preisvergabe in der Kategorie "Politik" erfolgte mit MdB Gerda Hasselfeldt, Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, ebenso an eine Vertreterin aus dem Freistaat Bayern. Die von Gerda Hasselfeldt ergriffenen Initiativen zu Themen wie Haushaltskonsolidierung, Sicherung des Fachkräftebedarfs und Entlastung der Bürgerinnen und Bürger sind wichtige Beiträge in der politischen Landschaft, lobte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt deren Engagement in seiner Laudatio. Er erinnerte auch an deren Forderungen nach einem schrittweisen Abbau des Solidaritätszuschlages und der Kalten Progression, sowie zum Abbau der Mindestlohnbürokratie.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erhielt den Mittelstandspreis in der Kategorie "Gesellschaft". Laudator Wolfgang Clement betonte als ehemaliger Wirtschaftsminister, dass der Sachverständigenrat mit seinen ordnungspolitischen Publikationen und Zwischenrufen einen entscheidenden Beitrag leistet für die mittelständische Wirtschaft. Die Auszeichnung sei auch eine Anerkennung für die Freiheit und Unabhängigkeit des Gremiums. Für den darauf folgenden Tag hatte der Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht die Familie Mehler spontan in den Bundestag eingeladen, wobei man die Haushaltsdebatte mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Plenum verfolgte. Nach einer Führung durch den MdB durch die Räumlichkeiten des Bundestages ging es für die Preisträger wieder zurück nach Tirschenreuth an den vollgepackten Schreibtisch der Gebrüder Mehler in der Bahnhofstraße.

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Weitere Informationen zur Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU unter www.mit-bund.de.